Schwingfest

„IN PRINCIPIO ERAT MENS“ – AM ANFANG STAND DIE IDEE

Um ein Uhrenkunstwerk zu erschaffen braucht man Zeit zum Träumen und selbstverständlich Fantasie. Die meisten Ideen trage ich bereits seit Jahren in mir – während dieser Zeit reifen sie und werden immer besser. Schließlich nehme ich mir einen Stift und ordne meine Gedanken.

Nun entsteht ein eigens für dieses Modell angefertigtes Konzept. Wie beim Komponieren entstehen nun aus den einzelnen Noten die Harmonien, bis die gesamte Sinfonie vollendet ist. Es vergeht ungefähr ein Jahr, bis die über 200 Teile gut miteinander harmonieren und das neue Meisterstück ensteht.

Traditionell fertigen wir zuerst die Werksgestellteile. Geschickte Hände programmieren die CNC-Maschine, welche rohe Räderbrücken und Grundplatinen fertigt. Diese werden aufwändig von Hand graviert, bekommen Schliffe, Kantenpolituren und werden galvanisch veredelt.

Durch aufwendiges Anreibeversilbern durch Hand (ursprünglich entwickelt im 19. Jahrhundert) wird mit einer Schweinshaarbürste ein Silberpulver-Salzgemisch auf die Messingteile aufgerieben. Diese erhalten dadurch eine lederartige Oberfläche. Für den Betrachter entsteht ein interessantes Zusammenspiel von unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten.

Flachteile wie Hebel und Federn fräsen wir aus Stahlblech. Nach dem Härten kommt die Hauptarbeit der Teilefertigung: das Finish. Sämtliche Flächen und Kanten werden gefeilt, geschliffen und poliert. Für das Finish aller Teile nehmen wir uns besonders viel Zeit.

Parallel werden alle Drehteile, wie z. B. Wellen oder Schrauben, von Hand überarbeitet. Auch die Herstellung der Schrauben unterliegt unserem hohen Qualitätsanspruch. Nur mit der handwerklichen Zinnpolitur jeder einzelnen Schraube, erzielt man eine exakt flache Schraubenoberfläche. Für den für Laien kaum merklichen Unterschied, nehmen wir uns ein Vielfaches an Zeit im Vergleich zu anderen Luxusuhrenherstellern.

Räder und Triebe werden im Abwälzverfahren verzahnt. Alle Räder sind konisch geschenkelt. Nach der Anglierung der Zähne erhält die Oberfläche einen Kreisschliff. Das Räderwerk in allen Werken ist aus hartem Roségold gefertigt.
Als besonderes Highlight stechen Kron- und Sperrräder dem Betrachter in das Auge. Sie wurden mit dem traditionellen Sonnenschliff veredelt. Die Stirnflächen der Triebe werden aufwändig in der Drehmaschine poliert.

Besonders außergewöhnlich: Unsere Gehäuse und Schließen stellen wir in verschiedenen Edelmetalllegierungen vom Rohteil bis zum fertigen Stück selbst her. Seit 2006 fertigen wir den eigens konstruierten Moustache-Anker in Gold. Hier gehen goldschmiede- und feinmechanische Technologien Hand in Hand.

Die Unruh im Lang & Heyne Design wird mit einer Spirale versehen, bei der wir selbstverständlich eine Breguetkurve anbringen, um ein harmonisches Schwingungsbild zu erreichen.

Sind alle Teile gefertigt und mit dem jeweiligen Finish versehen, folgt die Vormontage des Prototypen, die eigentliche Herausforderung.
Alle Komponenten müssen aufeinander angepasst, Steine und Stifte eingepresst und Räderspiele eingestellt werden. Manche Bauteile werden optimiert, um die gewünschte Perfektion zu erzielen.

Jetzt können wir das Schwingfest feiern: das erste Ticken der neuen Uhr. Etwa 1½ Jahre Arbeit liegen hinter uns – die erste Präsentation der Uhr rückt langsam näher.

Die vorerodierten Zeiger werden unter dem Mikroskop gefeilt bzw. graviert, feingeschliffen, poliert, teils gebläut und mit den Zeigerbuchsen verpresst. Das Zifferblatt aus Emaille oder Silber bilden zusammen mit den Zeigern das Gesicht der Uhr. Endlich können wir das Werk in das Gehäuse setzen. Mit dem feinen Alligatorlederarmband und Schließe kann die Uhr zum ersten Mal am Handgelenk gefühlt werden.

Ein Fest fürs Auge, das uns alle mit Stolz erfüllt.

WENIGER IST MEHR, NOCH WENIGER IST EXKLUSIV...

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